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      Wildkaninchen

      Oryctolagus cuniculus

      SONY ILCE-6600 · 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM | Contemporary 015 · 600 mm · f/6,3 · 1/1600 s · ISO 2500 · 28.06.2020
      Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)
      SONY ILCE-6600 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM | Contemporary 015 600 mm · f/6,3 · 1/1600 s · ISO 2500 28.06.2020
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      • Säugetiere
      • Oryctolagus cuniculus
      • 3 Fotos
      • stark gefährdet EN

      Es trommelt Warnsignale, gräbt weitverzweigte Baue und ist der Vorfahre aller Hauskaninchen: Das Wildkaninchen gilt vielerorts als Plage und ist in seiner Urheimat dennoch bedroht.

      Das Wildkaninchen gehört zur Familie der Hasen und Kaninchen. Es ist die einzige Art seiner Gattung und zugleich die Stammform aller Hauskaninchen. Vom Feldhasen unterscheidet es sich deutlich: Es ist mit 1,3 bis 2,2 Kilogramm wesentlich leichter und zierlicher, hat kürzere Hinterbeine und nur 6 bis 8 Zentimeter lange Ohren. Das Fell ist graubraun, im Nacken braun bis rostrot. Der Körper misst 35 bis 45 Zentimeter, dazu kommt ein kurzer Schwanz, den Jäger „Blume“ nennen.

      Wildkaninchen sind gesellige Tiere und leben in Kolonien. Sie graben unterirdische Baue, deren Gänge bis zu drei Meter in die Tiefe reichen und 45 Meter lang werden können. Droht Gefahr, schlagen sie mit den Hinterläufen laut hörbar auf den Boden und warnen so ihre Artgenossen. Auch ihre Verdauung ist ungewöhnlich: Einen weichen, nährstoffreichen Kot aus dem Blinddarm fressen sie gleich wieder auf, um Vitamine und Eiweiße daraus zu verwerten. Ihre Vermehrung ist sprichwörtlich. Ein Weibchen kann fünf bis sieben Würfe im Jahr mit durchschnittlich fünf bis sechs Jungen haben, die es in einem eigenen, gut verschlossenen Bau zur Welt bringt. Ihre Baue dienen außerdem vielen Vogelarten als Bruthöhlen, und wo sie fressen, entstehen offene Bodenstellen, auf denen seltene Pflanzen und Insekten Platz finden.

      Ursprünglich lebte das Wildkaninchen nur auf der Iberischen Halbinsel, in Südfrankreich und in Nordafrika. Nach Deutschland gelangte es durch den Menschen in der frühen Neuzeit. Heute ist es fast in ganz Europa verbreitet und wurde auf vielen Kontinenten eingebürgert, wo es oft großen Schaden anrichtet. Gleichzeitig sind die Bestände in seiner Urheimat stark eingebrochen, vor allem durch Seuchen wie Myxomatose und Chinaseuche. Die IUCN führt die Art deshalb als gefährdet. Auch in Deutschland ist das Kaninchen in der freien Landschaft vielerorts selten geworden. Gute Chancen auf eine Begegnung bieten Parks, Gärten und Friedhöfe, besonders auf sandigen Böden und an aufgeschütteten Erdwällen. Am aktivsten sind die Tiere in der Dämmerung, doch frühmorgens sonnen sie sich gern, und in Städten zeigen sie sich oft auch tagsüber.

      Fotos
      3
      Zum ersten Mal
      18.05.2016
      Zuletzt
      28.06.2020
      Beobachtet
      1. JJanuar: –
      2. FFebruar: –
      3. MMärz: –
      4. AApril: –
      5. MMai: 2
      6. JJuni: 1
      7. JJuli: –
      8. AAugust: –
      9. SSeptember: –
      10. OOktober: –
      11. NNovember: –
      12. DDezember: –
      Kamera
      Pentax K-30 (2), Sony α6600 (1)
      Objektiv
      Sigma 150–600 mm F5–6.3 Contemporary (1), Sigma 70–200 mm F2.8 EX DG Macro (1)

      Wissenschaftlicher Name
      Oryctolagus cuniculus (Linnaeus, 1758)
      Englisch
      European Rabbit
      Klasse
      Säugetiere (Mammalia)
      Ordnung
      Hasenartige (Lagomorpha)
      Familie
      Hasen und Kaninchen (Leporidae)
      Gattung
      Oryctolagus
      Merkmale
      Viviparie
      Hauptnahrung
      Brombeere, Caecotrophe, Eichel, Gras, Kraut, Rinde, Schnecke, Schwingel, Stechginster, Winterweizen, Wurzelgemüse
      Tragzeit
      29–30 Tage
      Gefährdung
      stark gefährdet (IUCN: EN)

      Quelle: Wikidata · Wikipedia-Artikel

      Verbreitungskarte: Wildkaninchen
      Karte: Carlosblh · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

      Wildkaninchen haben eine kompakte Körperform und sind mit einer Länge von durchschnittlich 35-40 cm und einem Gewicht von 1,5-2 kg recht klein. Sie haben kurze, weiche Fellhaare, die meist graubraun gefärbt sind. Ihre Augen sind groß und oval, die Ohren lang und spitz zulaufend. Die Hinterbeine sind kräftig und muskulös und ermöglichen ihnen schnelle Sprints und hohe Sprünge.

      Wildkaninchen sind in Europa, Nordafrika und Asien beheimatet und wurden in vielen anderen Regionen der Welt eingeführt. Sie bewohnen vorwiegend offene Graslandschaften, Wälder und Felder, aber auch Städte und Vorstädte. Sie graben Erdhöhlen, um sich vor Fressfeinden zu schützen, und bevorzugen Regionen mit sandigem oder lehmigem Boden.

      Wildkaninchen sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Rinde und Wurzeln. Sie haben eine komplexe Verdauung und können ihre Nahrung sehr effektiv nutzen, um ausreichend Energie zu gewinnen.

      Wildkaninchen leben in Gruppen, die aus einem Männchen, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs bestehen können. Innerhalb der Gruppe herrscht eine strenge Rangordnung. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Tag in ihren Erdhöhlen, um sich vor Fressfeinden wie Greifvögeln, Füchsen und Hunden zu schützen. Sie sind sehr gute Sprinter und können Geschwindigkeiten von bis zu 56 km/h erreichen, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

      Wildkaninchen haben eine hohe Fortpflanzungsrate und können mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Sie haben eine komplexe Kommunikation, die aus Lautäußerungen, Körperhaltungen und Gerüchen besteht. Wildkaninchen sind auch als Haustiere beliebt, allerdings benötigen sie viel Platz und spezielle Pflege. Es ist wichtig, sie artgerecht zu halten und genügend Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.

      Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als stark gefährdet (EN).

      Weitere Fotos

      Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)
      200 mm · f/4,5 · 1/60 s · ISO 100
      Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)
      500 mm · f/8 · 1/1000 s · ISO 400
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