Das Wildschwein ist ein mittelgroßes Säugetier mit einem massiven Körperbau, kurzem, dichtem Fell und einem kräftigen Kopf mit langen, gebogenen Hauern.
Das Wildschwein ist ein Paarhufer aus der Familie der Echten Schweine und der wilde Vorfahr unseres Hausschweins. Jäger sprechen vom Schwarzwild, umgangssprachlich auch vom Schwarzkittel. Die erwachsenen Männchen heißen Keiler, die Weibchen Bachen und die Jungtiere im ersten Lebensjahr Frischlinge. Mehrere Tiere bilden zusammen eine Rotte. Typisch ist der wuchtige, gedrungene Körper auf vergleichsweise kurzen Beinen. Dazu kommen ein großer, keilförmig zulaufender Kopf und ein Kamm aus langen Borsten, der von der Stirn über den Rücken reicht. In Mitteleuropa bringen ausgewachsene Keiler bis etwa 200 Kilogramm auf die Waage, Bachen bis etwa 150 Kilogramm. Die Keiler tragen nach oben gebogene Eckzähne, die Hauer, die zeitlebens weiterwachsen.
Besonders ist vor allem die enorme Anpassungsfähigkeit. Wildschweine fressen fast alles: Wurzeln, Knollen, Eicheln, Bucheckern und Pilze ebenso wie Würmer, Insektenlarven, Mäuse, Schnecken und Aas. Mit dem kräftigen Rüssel brechen sie den Boden auf und kommen so an Nahrung, die anderen großen Säugetieren verborgen bleibt. Sie schwimmen ausgezeichnet und vermehren sich für Huftiere ihrer Größe ungewöhnlich schnell. Viele junge Bachen bekommen schon im ersten Lebensjahr Nachwuchs. Die Frischlinge tragen anfangs ein braunes Fell mit hellen Längsstreifen, deren Muster bei jedem Tier anders aussieht. Zum festen Verhalten gehört das Suhlen im Schlamm. Es kühlt und schützt vor Parasiten und Insekten. Den getrockneten Schlamm reiben die Tiere anschließend an sogenannten Malbäumen wieder ab.
In Deutschland und Mitteleuropa leben Wildschweine besonders zahlreich in Laub- und Mischwäldern mit vielen Eichen und Buchen, wo es auch sumpfige Stellen und offene Lichtungen gibt. Nachdem sie in manchen Regionen zeitweise verschwunden waren, haben ihre Bestände seit dem 20. Jahrhundert stark zugenommen, nicht zuletzt durch den verbreiteten Maisanbau. Heute ist das Wildschwein nach dem Reh das zweithäufigste jagdbare Haarwild in Deutschland. Immer öfter zieht es auch in Siedlungen bis hinein in Großstädte wie Berlin. Wo die Tiere häufig auf Menschen treffen, sind sie oft verstärkt nachts unterwegs. Ohne Bejagung können sie ihre Scheu jedoch verlieren. Wer sie im Wald aufspüren will, achtet auf umgewühlten Boden, Suhlen und Bäume mit hellgrau verschmierter, abgeriebener Rinde. Weltweit gilt die Art als nicht gefährdet.
- Fotos
- 16
- Zum ersten Mal
- 10.06.2019
- Zuletzt
- 04.10.2026
- Beobachtet
- Januar: –
- Februar: –
- März: –
- April: –
- Mai: –
- Juni: 1
- Juli: 2
- August: 1
- September: 2
- Oktober: 7
- November: –
- Dezember: –
- Kamera
- SONY ILCE-6700 (9), Sony α6600 (4), Sony α7 III (2), Panasonic Lumix FZ1000 II (1)
- Objektiv
- Sony FE 200–600 mm F5.6–6.3 G OSS (10), Sigma 150–600 mm F5–6.3 Contemporary (1), Viltrox AF 135/1.8 LAB FE (1)
- Wissenschaftlicher Name
- Sus scrofa (Linnaeus, 1758)
- Englisch
- wild boar, eurasian wild boar
- Klasse
- Säugetiere (Mammalia)
- Ordnung
- Paarhufer (Artiodactyla)
- Familie
- Echte Schweine (Suidae)
- Gattung
- Schwein (Sus)
- Hauptnahrung
- Aas, Abfall, Beere, Blatt, Fisch, Froschlurche, Gemeiner Regenwurm, Insekten, Nagetiere, Nussfrucht, Pflanzenknolle, Rhizom, Rinde, Samen, Spross, Vogelei, Weichtiere, Wurzel, Zweig, Zwiebel
- Merkmale
- Viviparie
- Aktivität
- tagaktiv
- Tragzeit
- 121 Tage
- Höchstalter
- 27 Jahre
- Gefährdung
- nicht gefährdet (IUCN: LC)
Quelle: Wikidata · Wikipedia-Artikel
Stimme
Aufnahme: GrWolf1129 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Boar.Grwls(1).ogg)Das Wildschwein ist ein mittelgroßes Säugetier mit einem massiven Körperbau, kurzem, dichtem Fell und einem kräftigen Kopf mit langen, gebogenen Hauern. Das Fell ist meist dunkelbraun oder schwarz und kann an den Flanken heller sein.
Das Wildschwein ist in Europa, Asien und Afrika verbreitet und bewohnt vor allem Wälder, Gebirge, Felder und offene Landschaften mit ausreichend Nahrung und Deckung.
Das Wildschwein ist ein Allesfresser und ernährt sich von Pflanzen, Wurzeln, Beeren, Insekten, Kleintieren und gelegentlich auch von Aas.
Das Wildschwein ist vorwiegend nachtaktiv und lebt in Familienverbänden, die von einer ausgewachsenen Bache angeführt werden. Bei Gefahr kann das Wildschwein sehr aggressiv werden und seinen Gegner mit seinen Hauern angreifen.
Das Wildschwein hat eine sehr gute Nase und kann auch unterirdische Nahrungsquellen aufspüren. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, da es durch seine Nahrungssuche den Boden auflockert und zur Verbreitung von Pflanzensamen beiträgt.
Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als nicht gefährdet (LC).
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