Der Hase ist ein mittelgroßes Säugetier mit einem schlanken Körperbau, langen Ohren und kräftigen Hinterbeinen, die ihm schnelle Sprints ermöglichen.
Der Feldhase, meist einfach Hase genannt, gehört zur Ordnung der Hasenartigen und zur Familie der Hasen und Kaninchen. Gemeinsam mit dem Schneehasen ist er der größte Vertreter dieser Gruppe in Europa: Ausgewachsene Tiere messen von der Nase bis zum Schwanzansatz 55 bis 68 Zentimeter und bringen 3,5 bis etwa 5 Kilogramm auf die Waage. Typisch sind die langen, blassgrauen Ohren mit einem schwarzen, dreieckigen Fleck an der Spitze. Der Rücken ist gelblich grau bis braunrot und schwarz gesprenkelt, die Flanken sind rostgelb, der Bauch ist cremeweiß. Der kurze Schwanz ist oben schwarz und unten weiß.
Tagsüber liegt der Hase meist gut versteckt in einer flachen Bodenmulde, der Sasse. Aktiv wird er vor allem in der Dämmerung und nachts. Im Spätwinter und Frühjahr, zu Beginn der Fortpflanzungszeit, zeigt er sich aber auch am Tag. Droht Gefahr, presst er sich regungslos an den Boden und flüchtet erst im letzten Augenblick. Dann erreicht er auf kurzen Strecken bis zu 70 Kilometer pro Stunde und springt bis zu zwei Meter hoch. Auch schwimmen kann er gut. Besonders sehenswert sind die Rangeleien in der Paarungszeit: Die sonst einzelgängerischen Tiere jagen einander und boxen mit den Vorderpfoten, und dabei mischen auch die Weibchen kräftig mit. Die Jungen kommen behaart und mit offenen Augen zur Welt und liegen allein im Feld. Verlassen sind sie aber nicht, denn die Mutter kommt etwa zweimal am Tag zum Säugen vorbei. Man sollte sie deshalb weder anfassen noch mitnehmen.
In Mitteleuropa lebt der wärmeliebende Hase in offenen und halboffenen Landschaften. Dazu gehören Felder und Wiesen mit Hecken, Gebüschen oder angrenzenden Wäldern, aber auch lichte Wälder und Dünen. Man findet ihn vom Flachland bis in 2500 Meter Höhe. Zunehmend zieht es ihn auch an Stadtränder und in große städtische Grünflächen, wo er kaum natürliche Feinde hat. Seit den 1960er-Jahren sind die Bestände in vielen Teilen Europas stark geschrumpft. Als Hauptursache gilt die intensive Landwirtschaft mit großen Feldern, viel Dünger und Pestiziden und immer weniger Brachen und Feldrainen. In Deutschland steht der Feldhase als gefährdet auf der Roten Liste, obwohl sich die Bestände vor allem im Westen inzwischen spürbar erholt haben. Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild kürte ihn 2001 und 2015 zum Tier des Jahres.
- Fotos
- 15
- Zum ersten Mal
- 04.04.2021
- Zuletzt
- 14.07.2022
- Beobachtet
- Januar: –
- Februar: –
- März: –
- April: 1
- Mai: –
- Juni: –
- Juli: 14
- August: –
- September: –
- Oktober: –
- November: –
- Dezember: –
- Kamera
- Sony α7 III
- Objektiv
- Sony FE 200–600 mm F5.6–6.3 G OSS (14), Sony FE 200–600 mm G OSS + 1,4× Telekonverter (1)
- Wissenschaftlicher Name
- Lepus europaeus (Peter Simon Pallas, 1778)
- Englisch
- Brown Hare
- Klasse
- Säugetiere (Mammalia)
- Ordnung
- Hasenartige (Lagomorpha)
- Familie
- Hasen und Kaninchen (Leporidae)
- Gattung
- Echte Hasen (Lepus)
- Hauptnahrung
- Karotte, Klatschmohn, Klee, Sojabohne, Süßgräser, Unkraut, Winterweizen, Zuckerrübe
- Merkmale
- Viviparie
- Tragzeit
- 42 Tage
- Höchstalter
- 10,7 Jahre
- Gefährdung
- nicht gefährdet (IUCN: LC)
- Auszeichnungen
- Tier des Jahres 2015, Tier des Jahres 2004, Tier des Jahres 2001
Quelle: Wikidata · Wikipedia-Artikel
Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als nicht gefährdet (LC).
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