
Reptilien, auch Kriechtiere genannt, erkennt man vor allem an ihrer trockenen Haut ohne Schleim, die von Hornschuppen bedeckt ist. Federn oder Haare wie bei Vögeln und Säugetieren fehlen ihnen. Zu den heute lebenden Vertretern zählen Schildkröten, Echsen, Schlangen, Krokodile und die Brückenechse, weltweit werden über 12.500 Arten unterschieden. Anders als Amphibien atmen Reptilien ihr ganzes Leben lang mit Lungen und durchlaufen kein Larvenstadium im Wasser. Die meisten legen Eier, deren Schale je nach Gruppe ledrig-biegsam oder fest und kalkhaltig ist. Biologisch sind Reptilien eine alte Gruppe: Die ersten echten Vertreter sind seit rund 315 Millionen Jahren fossil belegt.
Ihre größte Vielfalt erreichen Reptilien in den tropischen Regenwäldern. In den mittleren Breiten, zu denen auch Mitteleuropa gehört, ist die Zahl der Arten dagegen sehr gering, was jede Begegnung umso reizvoller macht. In dieser Kategorie zu sehen sind unter anderem die Blindschleiche und die Mauereidechse, dazu als Gast aus Übersee der Mississippi-Alligator.
Wer Reptilien beobachten möchte, sollte ihr Verhältnis zur Wärme kennen: Als wechselwarme Tiere regeln sie ihre Körpertemperatur weitgehend über ihr Verhalten, etwa indem sie sich in die Sonne legen. Sonnige Plätze sind daher gute Orte, um nach ihnen Ausschau zu halten. Bei Echsen und Schlangen lohnt zudem ein Blick auf Spuren der Häutung, denn sie streifen ihre Oberhaut regelmäßig in größeren Stücken ab.
Reptilien sind Wirbeltiere, die durch ihre schuppige Haut, ihre Eier mit hartem Schalen und ihre Körperform gekennzeichnet sind. Die meisten Reptilien haben vier Beine und einen Schwanz, obwohl einige Arten, wie Schlangen, keine Beine haben.
Reptilien sind in fast allen Teilen der Welt zu finden und bewohnen viele verschiedene Lebensräume, einschließlich Wüsten, Wäldern, Grasländern und Wasser.
Die Ernährung von Reptilien ist sehr vielfältig und hängt von der Art ab. Einige Arten sind Pflanzenfresser, während andere Fleischfresser sind.
Reptilien sind Kaltblüter und müssen ihre Körpertemperatur durch Sonneneinstrahlung oder andere Wärmequellen regulieren. Einige Arten sind tagaktiv, während andere nachtaktiv sind. Einige Arten haben auch eine starke Fähigkeit zur Tarnung und können ihre Farbe oder Textur ändern, um sich an ihre Umgebung anzupassen.
Reptilien sind bekannt für ihre Fähigkeit, lange Zeit ohne Nahrung oder Wasser zu überleben. Einige Arten haben auch erstaunliche Fähigkeiten zur Regeneration, einschließlich der Regeneration von Schwänzen.
Viele Reptilienarten sind bedroht oder gefährdet, da ihre Lebensräume zerstört werden oder durch menschliche Aktivitäten wie Jagd und Handel geschädigt werden. Es gibt Bemühungen, bedrohte Reptilienarten zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten, um ihre Rolle im Ökosystem zu bewahren.

