Das Reh ist ein mittelgroßer Hirsch mit einem schlanken, graubraunen Körper und einem weißen Fleck am Hinterteil.
Das Reh ist der kleinste und zugleich häufigste Hirsch Europas. Ausgewachsene Tiere messen gut einen Meter in der Länge und rund 65 bis 84 Zentimeter an der Schulter; Böcke bringen je nach Verfassung etwa 20 bis 34 Kilogramm auf die Waage, Ricken etwas weniger. Nur die Böcke tragen ein Geweih, das sie jedes Jahr im Herbst abwerfen und mitten im Winter unter einer Basthaut neu wachsen lassen. Das ist eine Besonderheit, die unter den Hirschen kaum eine andere Art teilt. Trotz des vertrauten Namens ist das Reh nicht etwa die „Frau vom Hirsch“: Als Trughirsch steht es Elch und Ren verwandtschaftlich näher als dem Rothirsch, und seine Gattung gehört zu den ältesten der ganzen Hirschfamilie. 2019 wurde es zum Tier des Jahres gekürt.
Vieles am Reh ist auf ein Leben im Dickicht zugeschnitten. Der keilförmige Körper mit der hoch liegenden Kruppe gleitet nahezu lautlos durch dichtes Gestrüpp, und bei Gefahr bringt es sich mit wenigen schnellen Sätzen in Deckung. Seine feine Nase wittert Menschen auf mehrere hundert Meter, die seitlich sitzenden Augen reagieren vor allem auf Bewegung. Wer ein Reh überrascht, hört oft sein bellendes „Schrecken“ oder sieht, wie es mit erhobenem Kopf aufmerksam sichert. Im Sommer trägt es ein glänzend rotbraunes Fell, im Winter ein graues; die Kitze sind anfangs hübsch weiß getupft. Im Norden Mitteldeutschlands kommen sogar schwarze Rehe vor. Als wählerischer Pflanzenfresser sucht es gezielt nach eiweißreichen Knospen, Kräutern und Trieben.
In Deutschland und Mitteleuropa begegnet man dem Reh fast überall, vom Tiefland bis hinauf in die Alpen. Ursprünglich war es an Waldrändern und Lichtungen zu Hause, heute nutzt es als erfolgreicher Kulturfolger auch das Mosaik aus Feldern, Wiesen, Hecken und kleinen Wäldchen. Neben dem klassischen Waldreh gibt es das Feldreh, das ganz in der offenen Agrarlandschaft lebt und dort im Winter Gruppen von 30 bis 40, gelegentlich sogar bis zu 100 Tieren bildet. Die besten Chancen auf eine Beobachtung bieten Waldränder und Wiesen in den frühen Morgen- und Abendstunden. Im Winter schließen sich Rehe zu kleinen Sprüngen zusammen, im Sommer leben sie eher einzeln oder als Ricke mit Kitzen. Die Art ist weit verbreitet und gilt nicht als gefährdet.
- Fotos
- 28
- Zum ersten Mal
- 25.12.2022
- Zuletzt
- 19.07.2026
- Beobachtet
- Januar: 9
- Februar: –
- März: –
- April: 1
- Mai: 3
- Juni: –
- Juli: 5
- August: 1
- September: –
- Oktober: –
- November: –
- Dezember: 1
- Kamera
- Sony α7 III (12), SONY ILCE-6700 (9), Sony α6600 (7)
- Objektiv
- Sony FE 200–600 mm F5.6–6.3 G OSS (21), Sony FE 70–200 mm F4 G OSS (4)
- Wissenschaftlicher Name
- Capreolus capreolus
- Englisch
- Roe Deer
- Klasse
- Säugetiere (Mammalia)
- Ordnung
- Paarhufer (Artiodactyla)
- Familie
- Hirsche (Cervidae)
- Gattung
- Capreolus
- Merkmale
- Viviparie
- Gewicht
- 1,35 kg (Geburtsgewicht)
- Tragzeit
- 283 Tage
- Wurfgröße
- 2
- Höchstalter
- 17,5 Jahre
- Gefährdung
- nicht gefährdet (IUCN: LC)
- Auszeichnungen
- Tier des Jahres 2019
Quelle: Wikidata · Wikipedia-Artikel
Das Reh ist ein mittelgroßer Hirsch mit einem schlanken, graubraunen Körper und einem weißen Fleck am Hinterteil. Männliche Tiere haben Geweihe, die jedes Jahr im Herbst abgeworfen und im Frühjahr neu gebildet werden. Das Fell ist im Sommer rötlich-braun und im Winter gräulich-braun.
Das Reh ist in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet und bewohnt vor allem Wälder, Felder und offene Landschaften mit ausreichend Deckung und Nahrung.
Das Reh ernährt sich hauptsächlich von Pflanzen wie Gräsern, Kräutern, Blättern und Trieben. Im Winter frisst es auch Rinde und Knospen.
Das Reh ist ein scheues Tier und lebt vorwiegend alleine oder in kleinen Gruppen. Es ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv und zieht sich tagsüber in Verstecke zurück. Im Frühjahr und Herbst finden Paarungsrituale statt, bei denen die Männchen um die Weibchen kämpfen.
Das Reh hat eine sehr gute Sinneswahrnehmung und kann Gefahren frühzeitig erkennen. Es kann sehr schnell laufen und weicht bei Bedrohung oft in hohem Bogen aus, was als "Rehbocksprung" bezeichnet wird.
Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als nicht gefährdet (LC).
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