
Spinnen, wissenschaftlich Webspinnen (Araneae), gehören zu den Spinnentieren und sind leicht an ihren acht Beinen zu erkennen. Insekten haben dagegen nur sechs. Ihr Körper besteht aus zwei Abschnitten: einem Vorderkörper, in dem Kopf und Brust verschmolzen sind, und einem meist größeren Hinterleib. Beide sind durch einen dünnen Stiel verbunden. Am Ende des Hinterleibs sitzen die Spinnwarzen. Aus ihnen tritt ein eiweißhaltiges Sekret aus, das an der Luft zu Seidenfäden erhärtet. Mit ihren Kieferklauen packen Spinnen ihre Beute, meist Insekten, und lähmen sie mit Gift. Weil sie nicht kauen können, spritzen sie Verdauungssaft hinein und saugen die verflüssigte Nahrung anschließend auf.
Mit weltweit über 53.000 beschriebenen Arten zählen Spinnen zu den artenreichsten Gruppen der Spinnentiere. In Deutschland wurden rund 1000 Arten nachgewiesen. In Mitteleuropa sind 43 Familien der Echten Webspinnen heimisch, dazu kommen drei Arten der urtümlicheren Tapezierspinnen. Längst nicht alle bauen Netze. Viele streifen umher und überwältigen ihre Beute im Lauf oder im Sprung. Zu den Krabbenspinnen gehört die hier gezeigte Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia). Bei dieser Familie besitzen die Hauptaugen vergleichsweise viele Sehzellen.
Beim Beobachten lohnt sich Geduld und ein ruhiges Vorgehen. Spinnen nehmen über feine Sinnesorgane an den Beinen und über Becherhaare kleinste Erschütterungen und Luftbewegungen wahr. Bei Störungen flüchten sie meist oder verharren regungslos. Achten Sie auf Netze und trichterförmige Verstecke, auf Weibchen, die ihren Eikokon mit sich tragen, und im Herbst auf schwebende Fäden: Beim sogenannten Altweibersommer lassen sich junge Spinnen vom Wind an neue Orte tragen. Sorgen sind dabei unbegründet. Nur sehr wenige heimische Arten können die menschliche Haut überhaupt durchdringen, und ein Biss ist äußerst unwahrscheinlich.
Spinnen haben einen körperlich geteilten Körper, bestehend aus dem Vorder- und Hinterleib, sowie acht Beine. Sie haben auch eine Art "Mund" mit Cheliceren, die zum Fangen und Zerkleinern ihrer Beute verwendet werden. Spinnen sind bekannt für ihre Fähigkeit, Seide zu produzieren, die sie zum Weben von Netzen oder zum Einwickeln ihrer Beute verwenden.
Spinnen kommen auf der ganzen Welt in verschiedenen Lebensräumen vor, von Wäldern und Wiesen bis zu Wüsten und sogar in menschlichen Wohnungen.
Spinnen sind Carnivoren und ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen Wirbellosen. Einige Arten von Spinnen können jedoch auch kleine Wirbeltiere wie Eidechsen und Mäuse fangen.
Die meisten Spinnen sind getrenntgeschlechtlich und das Männchen muss bei der Fortpflanzung das Weibchen überzeugen, um eine Paarung durchzuführen. Einige Arten von Spinnen haben jedoch auch ungewöhnliche Fortpflanzungsverhalten, wie zum Beispiel die Selbstbefruchtung.
Spinnen sind in der Regel nachtaktiv und verbringen den Tag in Verstecken. Sie verwenden ihre Seide, um Netze zu weben, um ihre Beute zu fangen, oder um sich selbst zu schützen. Einige Arten von Spinnen sind aggressiv und können beißen, um sich zu verteidigen, während andere Arten eher scheu sind und versuchen, zu fliehen.
Spinnen spielen eine wichtige Rolle in der Natur, da sie als Räuber dazu beitragen, das Ökosystem im Gleichgewicht zu halten. Sie fressen eine Vielzahl von Wirbellosen und helfen, die Bevölkerung anderer Insektenarten in Schach zu halten. Einige Arten von Spinnen produzieren auch Gift, das zur Entwicklung von Medikamenten und Therapien verwendet werden kann.