
„Deep Sky“ bedeutet wörtlich „tiefer Himmel“. In der Amateurastronomie fasst man darunter alle beobachtbaren Himmelsobjekte zusammen, die außerhalb unseres Sonnensystems liegen und keine einzelnen Sterne sind. Dazu gehören offene Sternhaufen und Kugelsternhaufen, Galaxien sowie verschiedene Nebel: Emissions-, Reflexions- und Dunkelnebel und planetarische Nebel. Die Entfernung spielt für den Begriff keine Rolle. Manche dieser Objekte sind nur wenige hundert Lichtjahre entfernt, andere viele Millionen.
Die Vielfalt ist enorm. Schon im 18. Jahrhundert, als Astronomen systematisch nach Kometen suchten, mussten sie die übrigen nebligen Lichtflecken davon unterscheiden. Charles Messier verzeichnete bis 1784 die Positionen von 110 solcher Objekte, und sein Katalog ist bis heute der bekannteste. Gut hundert Jahre später enthielt John Dreyers New General Catalogue bereits fast 8000 Einträge. Auf dieser Seite zeigen Nebel wie der Elefantenrüsselnebel und der Seelennebel, welche Formen und Strukturen in diesen fernen Regionen zu finden sind.
Wer selbst beobachten möchte, braucht vor allem Geräte, die viel Licht sammeln, also eine große Öffnung haben. Eine geringe Vergrößerung ist meist von Vorteil, weil dann mehr Licht ins Auge fällt. Für Details kann man anschließend stärker vergrößern. Einige Deep-Sky-Objekte erkennt man schon mit bloßem Auge, und viele lassen sich bereits mit einem Fernglas gut beobachten. Für genauere Beobachtungen greifen Hobbyastronomen meist zu Spiegelteleskopen, weil die üblichen Linsenfernrohre oft lichtschwächer sind.

