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      Baumfalke

      Falco subbuteo

      SONY ILCE-6600 · FE 200-600mm F5.6-6.3 G OSS · 576 mm · f/6,3 · 1/1000 s · ISO 5000 · 17.05.2026
      Baumfalke
      SONY ILCE-6600 FE 200-600mm F5.6-6.3 G OSS 576 mm · f/6,3 · 1/1000 s · ISO 5000 17.05.2026
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      • Vögel
      • Falco subbuteo
      • 5 Fotos
      • nicht gefährdet LC

      Wie ein übergroßer Mauersegler jagt der Baumfalke Libellen und sogar Schwalben im Flug – unverkennbar an seinen rostroten „Hosen“.

      Der Baumfalke ist ein kleiner, schnittiger Falke und ein echter Luftakrobat. Statt wie der Turmfalke nach Mäusen zu suchen, jagt er seine Beute fast ausschließlich in der Luft: Insekten wie Käfer, fliegende Ameisen und Libellen, aber auch kleine Vögel. Sein auffälligstes Kennzeichen sind die rostroten Federn an Beinen und Unterschwanz, die wie eine Hose wirken.

      In Deutschland ist er nach dem Turmfalken die zweithäufigste Falkenart, noch vor dem Wanderfalken. Trotzdem ist er alles andere als häufig: Hierzulande brüten nur rund 2.700 bis 3.000 Paare, der Bestand geht zurück, und auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands gilt er als gefährdet.

      Begegnen kann man ihm nur in der warmen Jahreszeit. Ab April kehrt er aus Afrika zurück und brütet in Feldgehölzen, Baumgruppen und an Waldrändern, die an offene, abwechslungsreiche Landschaften grenzen. Besonders gute Chancen hat man an Gewässern und in Mooren, wo er Libellen jagt.

      Fotos
      5
      Fotografiert am
      17.05.2026
      Beobachtet
      1. JJanuar: –
      2. FFebruar: –
      3. MMärz: –
      4. AApril: –
      5. MMai: 4
      6. JJuni: –
      7. JJuli: –
      8. AAugust: –
      9. SSeptember: –
      10. OOktober: –
      11. NNovember: –
      12. DDezember: –
      Kamera
      Sony α6600
      Objektiv
      Sony FE 200–600 mm F5.6–6.3 G OSS

      Wissenschaftlicher Name
      Falco subbuteo
      Englisch
      European Hobby
      Klasse
      Vögel (Aves)
      Ordnung
      Falkenartige (Falconiformes)
      Familie
      Falkenartige (Falconidae)
      Gattung
      Falken (Falco)
      Spannweite
      0,74 m
      Gewicht
      24 g (Geburtsgewicht), 181,5 g (Männchen), 240,5 g (Weibchen)
      Wurfgröße
      3
      Gefährdung
      nicht gefährdet (IUCN: LC)

      Quelle: Wikidata · Wikipedia-Artikel

      Verbreitungskarte: Baumfalke
      Karte: SanoAK: Alexander Kürthy · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

      Der Baumfalke misst 30 bis 36 Zentimeter, seine Flügel spannen 70 bis 85 Zentimeter, und er wiegt zwischen 140 und 350 Gramm. Weibchen sind größer und schwerer als Männchen. Die Oberseite ist dunkel schiefergrau, die Unterseite längs gestreift. Weiße Wangen mit einem kräftigen dunklen Bartstreif und die rostroten Bein- und Unterschwanzfedern machen ihn gut kenntlich.

      Im Flug erinnert er an einen sehr großen Mauersegler: Die Flügel sind schmal, spitz und sichelförmig geschwungen, der Schwanz ist vergleichsweise kurz und schmal. Der nur wenig größere Turmfalke unterscheidet sich vor allem durch seine ganz andere Jagdweise.

      Zum Brüten wählt der Baumfalke Feldgehölze, Baumgruppen oder Waldränder, am liebsten lichte Kiefernbestände. Seltener nutzt er andere Nadelwälder, Laub- oder Auwälder, mancherorts auch Hochspannungsmasten, einzeln stehende Bäume oder Alleen. Entscheidend ist, dass weite, offene und vielfältige Landschaften zum Jagen in der Nähe liegen. Während des Zuges taucht er in fast allen Lebensräumen auf, besonders gern an Gewässern.

      Verbreitet ist die Art über fast ganz Europa – auf den Britischen Inseln allerdings nur in Südengland, in Skandinavien nur im Süden und im Ostseeraum – sowie über weite Teile Nord- und Zentralasiens bis nach Kamtschatka, Sachalin und Japan. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Russland. Die europäischen Vögel überwintern im südlichen Afrika, die asiatischen in Nordindien, Pakistan und Südchina.

      Der Baumfalke ist ein Jäger der offenen Luft, der seine Beute im Gleit- und Segelflug fängt. Den größten Teil machen Insekten aus, vor allem Käfer und fliegende Ameisen; an Gewässern und in Mooren sind Libellen besonders wichtig. Daneben erbeutet er Kleinvögel wie Lerchen, Drosseln und Finken – daher auch der alte Name „Lerchenfalke“. Selbst so wendige Flieger wie Schwalben und Mauersegler kann er im schrägen oder steilen Sturzflug schlagen. Im afrikanischen Winterquartier leben die Falken hauptsächlich von fliegenden Termiten.

      Im April kehren die Baumfalken nach Deutschland zurück und besetzen von Mai bis Anfang Juni ihre Reviere. Die Balz ist laut und spektakulär, mit auffälligen Flugmanövern. Ein eigenes Nest baut der Baumfalke nicht: Er übernimmt hoch gelegene Krähennester mit freiem Anflug, wegen seiner späten Brutzeit oft sogar solche aus demselben Jahr. Ab Anfang Juni legt das Weibchen meist zwei bis drei Eier, die 28 Tage bebrütet werden. Nach etwa einem Monat verlassen die Jungen das Nest und fliegen bald darauf aus.

      Zwischen Mitte August und Anfang September räumen die Familien ihre Reviere, ab Ende September geht es auf den langen Zug in Winterquartiere südlich des Äquators, die bis nach Südafrika reichen. Einjährige Vögel mausern im Sommer, ältere vor allem im Winter. Typisch ist ein hohes, spitzes „kikiki“ in langen Rufreihen; während der Balz ist zudem ein weiches „gjii“ zu hören.

      Wer einen Baumfalken rufen hört, sollte genau hinsehen: Seine Rufe klingen meist gedämpft, sodass der Vogel oft näher ist, als man denkt. Gute Beobachtungs- und Fotomöglichkeiten bieten Gewässer, Moore und Feuchtgebiete im Sommer und zur Zugzeit, wo er im eleganten Flug Libellen fängt und im Flug verzehrt – hier lässt er sich aus Distanz beobachten, ohne dass man in die Nähe eines Brutplatzes kommen muss. Da die Art in Deutschland gefährdet ist, sollten Nester in alten Krähenhorsten oder auf Masten unbedingt gemieden werden.

      Die Art gilt laut Roter Liste der IUCN als nicht gefährdet (LC).

      Weitere Fotos

      Baumfalke
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