Amphibien

Amphibia

Amphibien, auch Lurche genannt, führen im wahrsten Sinne ein Doppelleben, und genau das steckt im griechischen Namen. Die meisten Arten legen ihren Laich im Wasser ab. Daraus schlüpfen Larven, die mit Kiemen atmen und bei den Froschlurchen Kaulquappen heißen. Erst durch eine Metamorphose werden daraus lungenatmende Tiere, die an Land leben können. Ihre dünne, kaum verhornte Haut ist ein echtes Multitalent: Sie hilft beim Atmen, nimmt Wasser auf und schützt mit Drüsensekreten vor Feinden und Krankheitserregern. Gleichzeitig macht sie die Tiere empfindlich gegenüber Trockenheit. Deshalb sind viele Lurche vor allem nachts unterwegs.

Mitteleuropa ist vergleichsweise arm an Amphibien. Ein wichtiger Grund dafür sind die Kaltzeiten des Eiszeitalters, die viele Arten nach Süden verdrängt haben. In Deutschland kommen 20 einheimische Formen vor, nämlich 19 Arten und eine Hybride. Darunter sind sechs Schwanzlurche, also Molche und Salamander, und 14 Froschlurche wie Frösche, Kröten und Unken. Die Hälfte davon steht auf der Roten Liste. Zerschnittene und zerstörte Lebensräume, Straßenverkehr und Umweltgifte setzen den Beständen zu. Alle europäischen Lurcharten sind gesetzlich geschützt.

Wer Amphibien beobachten möchte, sollte sich langsam und ruhig bewegen. Die Tiere reagieren kaum auf reglose Dinge, nehmen Bewegungen aber sehr genau wahr. Besonders lohnend ist das Frühjahr, wenn viele Arten zu ihren Laichgewässern wandern. Manche brechen schon im Februar und März auf, andere erst im April und Mai. Dann lassen sich oft auch die Rufe der Froschlurch-Männchen hören, mit denen sie Weibchen anlocken und ihr Revier markieren. Achten Sie außerdem auf Laich und Larven im Wasser, denn sie verraten, dass ein Gewässer als Kinderstube genutzt wird.

Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl Merkmale von Fischen als auch von Reptilien aufweisen. Sie haben in der Regel eine glatte, feuchte Haut und sind meist in Grün- und Brauntönen gefärbt.

Amphibien kommen auf allen Kontinenten vor und bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen, einschließlich Süßwasser- und Salzwasserökosystemen, Feuchtgebieten, Wäldern und Wiesen.

Amphibien sind Fleischfresser, Pflanzenfresser oder Allesfresser, abhängig von der Art. Einige fressen Insekten, andere kleine Wirbeltiere oder Algen.

Amphibien sind je nach Art sowohl tag- als auch nachtaktiv. Viele Arten verbringen den größten Teil ihres Lebens im Wasser, während andere hauptsächlich auf Land leben. Einige Arten haben eine starke Fähigkeit zur Regeneration, einschließlich der Regeneration von Gliedmaßen.

Amphibien sind Kaltblüter, was bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängt. Sie haben auch eine nasse Haut, die sie benötigen, um Feuchtigkeit zu speichern und um Sauerstoff durch die Haut aufzunehmen. Amphibien sind auch bekannt für ihre Metamorphose von Larven zu erwachsenen Tieren.

Viele Amphibienarten sind vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. Die Hauptursachen für den Rückgang der Amphibienpopulationen sind Verlust und Zerstörung von Lebensräumen, Umweltverschmutzung, Klimawandel und Krankheiten. Es gibt Bemühungen, diese gefährdeten Arten zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.