Ein Nebel mit dem Namen eines Elefantenrüssels: Diese Deep-Sky-Aufnahme führt weit über unser Sonnensystem hinaus in die Tiefen des Nachthimmels.
Das Foto zeigt den Elefantenrüsselnebel, ein Motiv aus der Welt der Deep-Sky-Fotografie. Nebel wie dieser zählen neben Sternhaufen und Galaxien zu den klassischen Zielen der Amateurastronomie. Fachleute unterscheiden dabei verschiedene Arten: Emissionsnebel, Reflexionsnebel, Dunkelnebel und planetarische Nebel.
Der englische Begriff Deep Sky, übersetzt etwa „tiefer Himmel“, fasst alle beobachtbaren Himmelsobjekte jenseits unseres Sonnensystems zusammen, die keine einzelnen Sterne sind. Planeten, Kometen und Asteroiden gehören also nicht dazu. Über die Entfernung sagt der Begriff wenig aus: Die Plejaden etwa liegen rund 430 Lichtjahre entfernt, die Whirlpool-Galaxie dagegen etwa 35 Millionen Lichtjahre.
Das Beobachten und Fotografieren solcher Objekte ist bei Hobbyastronomen sehr beliebt. Weil viele von ihnen lichtschwach sind, braucht man Instrumente mit großer Öffnung, die möglichst viel Licht sammeln. Eine systematische Erfassung begann im 18. Jahrhundert, als Astronomen bei der Suche nach Kometen die übrigen nebligen Erscheinungen am Himmel unterscheiden mussten. Charles Messier verzeichnete bis 1784 die Positionen von 110 solcher Objekte. John Dreyers New General Catalogue von 1888 umfasste bereits fast 8000 Einträge.
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